DSGVO-konforme KI-Nutzung
So nutzen Sie ChatGPT, Claude & Co. datenschutzkonform in Ihrem Unternehmen
Wichtiger Hinweis
Dieser Leitfaden ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zur DSGVO-Konformität konsultieren Sie bitte Ihren Datenschutzbeauftragten oder einen spezialisierten Anwalt.
Das Wichtigste in Kürze
Die Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT oder Claude ist grundsätzlich DSGVO-konform möglich - wenn Sie einige wichtige Regeln beachten. Die zentrale Frage ist: Welche Daten geben Sie in die KI ein?
Die goldene Regel
Geben Sie niemals personenbezogene Daten in KI-Tools ein, ohne dass eine entsprechende Rechtsgrundlage und technische Absicherung vorliegt.
Was sind personenbezogene Daten?
🚫 Nicht eingeben:
- • Namen von Kunden/Mitarbeitern
- • E-Mail-Adressen
- • Telefonnummern
- • Adressen
- • Geburtsdaten
- • Gesundheitsdaten
- • Vertragsdaten mit Namen
- • Interne Mitarbeiterdaten
✓ Unbedenklich:
- • Allgemeine Texte ohne Personenbezug
- • Anonymisierte Statistiken
- • Öffentlich verfügbare Infos
- • Technische Fragen
- • Kreative Aufgaben
- • Code-Reviews
- • Marketing-Texte
- • Übersetzungen (ohne Namen)
Enterprise-Lösungen für mehr Sicherheit
ChatGPT Enterprise / Team
OpenAI bietet mit ChatGPT Enterprise und Team spezielle Business-Versionen an:
- • Keine Nutzung der Daten für Training
- • SOC 2 Type II zertifiziert
- • Datenverarbeitung in EU möglich (Azure)
- • Admin-Dashboard für Kontrolle
Claude API / Claude for Work
Anthropic's Claude bietet ebenfalls datenschutzfreundliche Optionen:
- • Kein Training mit Ihren Daten
- • API-Zugang für eigene Anwendungen
- • SOC 2 Type II zertifiziert
- • Umfassende Datenschutz-Dokumentation
On-Premise / Self-Hosted
Für maximale Kontrolle gibt es selbst gehostete Lösungen:
- • LLaMA, Mistral und andere Open-Source-Modelle
- • Läuft auf eigenen Servern
- • Keine Daten verlassen das Unternehmen
- • Vollständige Kontrolle
Checkliste für Unternehmen
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1
Datenschutzfolgenabschätzung durchführen
Bewerten Sie die Risiken beim Einsatz von KI-Tools
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2
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschließen
Viele KI-Anbieter bieten Standard-AVVs an
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3
Mitarbeiter schulen
Klare Richtlinien, was eingegeben werden darf
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4
Verarbeitungsverzeichnis aktualisieren
KI-Nutzung dokumentieren
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5
Enterprise-Version nutzen
Keine kostenlosen Consumer-Versionen für sensible Daten
Praktische Tipps
Anonymisieren
Ersetzen Sie Namen durch Platzhalter: "Kunde X möchte..." statt "Herr Müller möchte..."
Abstrahieren
Beschreiben Sie Situationen allgemein, nicht mit konkreten Details
Opt-Out aktivieren
Deaktivieren Sie das KI-Training in den Einstellungen der Tools
API nutzen
API-Zugang bietet oft bessere Datenschutz-Kontrolle als Web-Interfaces
Wir helfen Ihnen
Unsicher, wie Sie KI DSGVO-konform einsetzen können? Wir beraten Sie zu:
- ✓ Enterprise-Tool-Auswahl
- ✓ On-Premise-Lösungen
- ✓ Mitarbeiter-Schulungen
- ✓ Richtlinien-Erstellung
Weiterführende Links
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